Dabei ist der Ort selbst schon ein Genuß, vor allem das Gebiet um den Hafen, welches schon öfters als Filmkulisse diente.
Den Tip gab mir früher eine Bekannte die in einem Reisebüro arbeitete und so beschloß ich meinen ersten Urlaub auf Mallorca zu buchen. Ich konnte ja nicht ahnen, daß daraus eine jahrelange Freundschaft wurde!
Als ich ankam, war es schon ein wenig merkwürdig, es sah alles so trist und ruhig aus. Wo sollte denn hier was los sein? Doch die erste Überraschung sollte prompt kommen. Das Hotel lag oberhalb des Buchtausganges, das Zimmer mit Meerblick gestattete einen tollen Panoramablick.
Nun ja, ich machte mich frisch und zog luftig an. Ich ging runter in die Hotelbar und trat auf die Terrasse vor dem Swimmingpool. Plötzlich stürzte sich eine wilde Meute auf mich und zog mich in den Pool!
Wild prustend kam ich an die Wasseroberfläche und sah mich um. Ringsum lachende und feixende Typen und einige Klassemädchen. Ich wurde nach meinem Namen gefragt und dann stellte sich mir die ganze Bande vor. Da ich meine Taufe nun hinter mir hätte, könne man ja nun einen drauf trinken. Es wurde Sekt bestellt und unter Austausch von vielen Küßchen gab es dann das Tauffest. Wahrlich ein schöner Einstieg in den Urlaub.
Unter den Mädchen war auch eine namens Sabine und auf meine Anspielung auf das Lied, Sabinchen war ein Frauenzimmer, konterte sie, daß sie weder hold noch tugendhaft sei. Wie spricht der Lateiner - quod erat demonstrandum!
Nachdem ich mich mit der Clique für den Abend verabredete, verließ ich triefend den Pool und begab mich auf mein Zimmer um mich trockenzulegen.
Beim Abendessen gab es dann schon die nächste Überraschung, Sabine und ihre Freundin Monika saßen an meinem Tisch. Ich fragte sie natürlich über die örtlichen Gegebenheiten aus und sie versprachen mir, nach dem Essen erst mal mit mir einen Rundgang durch den Ort zu machen um mir alles zu zeigen.
Arm in Arm mit den beiden Hübschen ging ich dann los und schon nach wenigen Schritten war es um mich geschehen - nicht wegen den Grazien in meinen Armen, sondern wegen des Hafenpanoramas das sich uns bot. Selten hatte ich einen schöneren Anblick gesehen. Sabine schlug vor in einer kleinen Bar oberhalb des Hafens was zu trinken, eine Idee, die wir begeistert aufnahmen. Vor allem, da wir von da aus das ganze Panorama genießen konnten.
Aber nicht nur das! Unter dem Tisch kam mir Sabine näher. Sie hatte sich auf meine Seite gesetzt und streifte mich immer wieder mit ihrem Oberschenkel. Das war ein herrliches Gefühl nur konnte ich nicht feststellen ob es nun zufällig war oder mit Absicht. Mit keinem Blick war ihr was anzumerken! Diese Frauen!
Nachdem wir einen Cuba Libre getrunken hatten, setzten wir unseren Zug durch die Gemeinde fort. Oft konnte ich feststellen, daß mir wegen den beiden Mädchen bewundernde Blicke zugeworfen wurden. Ich genoß das außerordentlich.
Auf unserem Zug durch die Gemeinde sind wir dann noch in verschiedenen anderen Lokalen eingekehrt und jedesmal wurde mir erklärt was es hier Besonderes gäbe, bzw. was hier zu beachten wäre. Ich muß zugeben, es war alles sehr lehrreich, aber von solch hübsche Reiseleiterinnen läßt man sich ja gerne leiten.
Gegen 10 Uhr kamen wir dann zur Mondbar, einer Bar, über die ich schon die tollsten Geschichten gehört habe. Dabei wirkt der Laden von Außen doch sehr unscheinbar, aber es war rappelvoll. Ich drängte mich zwischen einigen Leuten durch und sagte wohl zu jemanden, er solle Platz machen. Da wurde ich plötzlich von einigen Leuten gepackt und durch den Laden gezogen. Trotz allen Sträubens kam ich nicht dagegen an und plötzlich konnte ich im Hintergrund einen Swimmingpool erkennen und ehe ich mich versah war ich schon drin. Kurz nach mir flog noch jemand in den Pool. Nachdem ich aufgetaucht war, standen 'zig Leute feixend um den Pool herum und mir wurde erklärt, daß ich zu irgend wem "Sie" gesagt hätte, was hier ein großes Vergehen sei, daß mit Sekt nicht unter 10 Flaschen bestraft würde.
Im Geiste kalkulierte ich schon meine Peseten zusammen als mir Sabine am Beckenrand erklärte, daß eine Flasche Sekt gerade mal zwei Mark kosten würden. Da kam mir meine Bestellung schon leichter über die Lippen. Daraufhin half man mir aus dem Pool und forderte mich auf, mich schnellstens umzuziehen und dann wieder zu kommen. Sabine kam mit, da ich mir über den Weg zum Hotel nicht so sicher war. Sie erklärte mir auch, daß dies hier so üblich sei und dieser Gag mit den neuen Gästen öfters gemacht würde.
Im Hotel öffnete sich gerade in dem Moment, als ich an der Rezeption meinen Schlüssel holte, die Tür zur Bar und Juan der Hotelchef stand lachend im Flur. Scheinheilig fragte er ob ich zu irgend wem "Sie" gesagt hätte? Der Lumpenhund kannte wohl seine Pappenheimer.
Im Zimmer dann zog ich schnellstens meine pitschnassen Klamotten aus und Sabine kam aus dem Badezimmer mit einem Badelaken um mich abzutrocknen. Mir war im Moment gar nicht bewußt daß ich nichts anhatte, aber ihr rubbeln regte mich doch so sehr an, daß ich sie erst einmal in den Arm nahm und ihr einen Kuß auf die Nase gab. Sie sah mir darauf hin tief in die Augen, schmiegte sich an mich und gab mir einen richtigen Kuß. Doch dann wandte sie sich ab und meinte ich solle mich doch anziehen, man würde auf uns warten. Völlig verblüfft folgte ich ihren Anweisungen.
Als wir in die Mondbar zurückgekommen waren hatte sich dort einiges verändert. Mehrere Tische waren zusammengestellt worden und dort saßen die Freunde aus unserem Hotel, zwei Plätze waren frei und auf den Tischen stapelten sich die Sektflaschen nebst Gläsern. Ich wurde aufgefordert die erste Flasche zu köpfen, was ich auch gerne machte. Der Sekt, so eine Art Schaumwein, war sehr süß und war genau das Richtige um in Stimmung zu kommen. Schon nach wenigen Gläsern spürte ich die Wirkung. Aber auch Sabine zeigt Wirkung und so beschloß ich für ein wenig Bewegung zu sorgen ich forderte Sabine zum Tanzen auf.
Es stellte sich heraus, daß sie eine sehr gute Tänzerin war und das nicht nur bei Disco-Musik sondern auch bei anderen Sounds. Gleiches galt auch für Monika, mit der ich zwischendurch auch schwofte. An den Tischen sprach man immer noch dem Sekt zu und die Stimmung stieg. Um Mitternacht wurde plötzlich die Musik leiser und man erklärte mir, daß man wegen des Open Air Charakters der Mondbar hier langsam Schluß machen würde. Man würde nun in die anderen Lokale wechseln. Doch zuvor müsse man mich noch in das wichtigste Getränk der Mondbar einführen, auf das ich für immer dazugehören wurde. Bernd, einer aus unserer Clique, bestellte Tutti. Ich bekam ein Glas eines unbestimmten Getränks vorgesetzt. Mit einer Todesverachtung schluckte ich und wäre bald gestorben. Es war ein Kräuterlikör der herbsten Sorte. Mir wurde erklärt, daß ich im Falle einer Magenverstimmung damit alles klar bekommen würde und eine solche wäre fast unvermeidlich.
Wie tröstlich, aber Sabine erklärte mir, daß ich damit nun ein echter Cala Figuera Freak wäre. Mir war zwar nicht klar was das bedeutete, aber ich zog mit der Clique weiter.
Das nächste Ziel war die Bar La Trompa. Eigentlich nur eine kleine Kneipe mit einer großen Theke, einige Sitzbänke, einer Diskothek und einer winzigen Tanzfläche! Als die Clique einlief wurde sie von dem Besitzer Nico herzlich und lautstark begrüßt. Man verteilen sich auf die freien Plätze, wobei ich zwischen Sabine und Monika zu sitzen kam. Uns gegenüber saß ein fremdes Pärchen, das für niemanden Augen hatte außer für sich selbst.
Abwechselnd tanzte ich mit Sabine und Monika und in den Atempausen redeten wir über Gott und die Welt. Es stellte sich heraus, daß beide noch 10 Tage hier sein würden. Mir wurde schnell klar, daß diese 10 Tage nicht langweilig werden sollten.
Natürlich gab es zwischendurch auch mal Schmusemusik gespielt und ich erfreute mich daran wie sehr sich Sabine an mich schmiegte. Selbst als ich in meiner Hose steigende Tendenzen hatte blieb sie in der engen Umklammerung, allerdings nicht ohne die Bemerkung, daß ich sie doch sehr lieb haben würde. Dies konnte ich nicht verneinen!
Allerdings auch Monika forderte mich auf mit ihr Blues zu tanzen und es war ähnlich. Obwohl sie ein ganz anderer Typ als Sabine war, ging auch sie hierbei sehr offen zur Sache, bzw. an den Mann.
Insgeheim verglich ich natürlich beide Mädchen und ich konnte nicht sagen, welche mich mehr anregte. Allerdings mußte ich gestehen, daß ich Sabine leicht den Vorzug geben würde. Irgendwie war sie mir schon seit dem ersten Moment sympathisch.
Später wechselten wir noch in die J-Diskothek, die direkt auf der anderen Straßenseite war. Hier war es größer und lauter, aber irgendwie fehlte die Atmosphäre. Aber nach einer Zeit merkte ich sowieso daß meine Kondition nachließ. Der viele Alkohol und die Strapazen der Reise hatten mich geschafft. Als ich den Mädchen sagte, daß ich in mein Bett wollte, erklärten sie mir, daß sie auch keine Lust mehr hätten und ins Hotel wollten.