Sie selber waren am Nachmittag am Strand gewesen und hatten sich ausgiebig gesonnt. Monika hatte einen leichten Sonnenbrand im Gesicht und ihre Nase war rot angelaufen. Sabine schien ein Sonnentyp zu sein, sie hatte schon eine schöne Farbe bekommen. Ich erzählte ihnen auch von meiner leichten Rötung auf meinem Rücken und an dessen Verlängerung. Worauf die Mädchen den kichernd den Vorschlag machten, mich dort mit der Aftersuncreme einzucremen, da ich selber da ja nicht drankommen würde.
Doch mir war nicht nach solchen Spielen, zumindest jetzt nicht! Ich wollte lieber noch einen Abstecher zum Hafen machen um mir dort einen guten Wein zu genehmigen und dem bunten Treiben zuzusehen. Da die Mädchen nichts anderes vorhatten, wollten sie mitkommen. Also verließen wir den Speisesaal, verließen das Hotel und gingen runter zum Hafen.
Es war noch wenig los und so hatten wir keine Probleme einen Tisch zu bekommen. Ich stopfte mir eine Pfeife und zündete sie an. Genußvoll zog ich an der Pfeife und nahm gelegentlich einen Schluck aus einem Glas sehr guten Rotweins. Ich war völlig relaxed und genoß meinen Urlaub.
Plötzlich legte sich eine Hand auf meine Schulter, ich drehte mich um und sah in das breit grinsende Gesicht von Peter Steuber. Da brat mir doch einer einen Storch, Peter Steuber, mein bester Kumpel aus Jugendzeiten, Peter Steuber mit dem ich zusammen nach der Tanzstunde reihenweise die Mädchen in seinem Auto auf Herz und alles weitere getestet hatte. Peter Steuber, der wildeste Feger aus dem Ruhrgebiet den ich seit 2 Jahren nicht mehr gesehen hatte und dieser Knabe war nun hier auf Mallorca.
Ich stellte Peter den Mädchen vor und bei beiden konnte ich reges Interesse erkennen. Natürlich war jetzt erst mal eine Erklärung nötig und es stellte sich heraus, daß Peter für einige Tage mit einem Segelboot um die Insel schipperte, nur begleitet von einem Freund und einem Hund! Das Boot gehörte dem Chef von Peter und er hatte diesen Trip als Preis für besonders gute Verkäufe bekommen.
Peter lud uns natürlich sofort auf das Boot ein. Eine Einladung die wir natürlich gerne annahmen. Er verschwand nur kurz in der Bar und kam mit einigen Flaschen unter dem Arm wieder raus. Gemeinsam gingen wir zur Mole und enterten die Jacht. Peters Freund hieß Martin und war Schweizer, er war Niederlassungsleiter der Firma von Peters Chef in der Schweiz und war schon öfters mit dem Boot des Chefs unterwegs. Er war eine lustige Type und sein Akzent war sehr lustig. Wir saßen so auf dem Achterdeck und tranken den guten Wein und quatschten drauf los. Am kommenden Tag wollten beide einen Törn zum südlichen Teil der Insel machen, wo es einen großen Strand gab, der fast menschenleer sein soll und wo es keine Hotels gab. Wir wurden auch aufgefordert mitzukommen, eine Idee die wir begeistert aufnahmen. Prompt wurden Pläne geschmiedet wann wir denn losfahren wollten, was noch zu besorgen sei, usw. Ich fragte auch noch beiläufig ob ich Jutta auch noch mitnehmen könnte, da fünf Leute doch eine ungerade Zahl sei. Dieser Vorschlag wurde von allen begrüßt. So tranken wir noch unsere Gläser aus und beschlossen in die Mondbar zu gehen.
Die Mondbar war wie immer rappelvoll, doch wir fanden im hinteren Bereich noch Platz auf den Stufen. Schnell waren auch einige Flaschen Sekt organisiert und wir prosteten uns zu. Nach einiger Zeit sah ich auch Jutta an der Bar und ich holte sie in unsere Runde und weihte sie in das Vorhaben mit dem Segeltörn ein. Auch sie stimmte begeistert zu.
Es wurde ein feucht fröhlicher Abend und es war interessant zu sehen, wie sich Monika und Sabine für Peter und Martin interessierte. Die vier kamen kaum von der Tanzfläche runter. Ich tanzte dafür mit Vorliebe mit Jutta und genoß es mit ihr Blues zu tanzen. Nichts gegen die Mädchen, aber das hier war eine Frau und das konnte man spüren. Sie genoß es auch und schmiegte sich eng an mich, währen sie mich leicht am Nacken kraulte. Ich revanchierte mich mit einem zärtlichen Streicheln ihres Rückens und merkte, daß sie besonders an der Wirbelsäule sehr empfindlich war. Jedesmal wenn ich mit einem Finger dort entlangstrich zuckte sie zusammen und drängte sich noch enger an mich. Es war ein schönes Gefühl und ich fühlte mich sehr wohl.
Als die Mondbar dicht machte zogen wir ins La Trompa. Nico empfing uns hocherfreut und beeilte sich mit der Getränkebestellung. Es stellte sich heraus, daß er Martin und Peter schon kannte. Jutta begrüßte er mit ungeheuchelter Bewunderung. Einige Minuten später kam er wieder und brachte ihr einen Champagner-Cocktail mit verschiedenen Zierrat nebst Wunderkerzen. Dies servierte er mit der Bemerkung, daß eine schöne Frau auch ein schönes Getränk brauche. Jutta bedankte sich mit einer Umarmung und einem Kuß, worauf Nico mit den Augen rollend wieder hinter der Bar verschwand.
Wir waren alle ausgelassener Stimmung. quatschten, gaben alte Geschichten zum Besten und tranken. Gelegentlich wurde auch getanzt, wobei ich bemerkte, daß Jutta eine ausgezeichnete Tänzerin war, die alles beherrschte. Auf meine Frage danach stellte sich heraus, daß sie lange Zeit in der Tanzschule war und dort alle Prüfungen gemacht hatte. Erst mit ihrem Exmann endete diese Periode, der war ein absoluter Nichttänzer. Dies forderte mich heraus und wir probierten außer den Discotänzen auch mal einen Cha Cha oder eine Rumba. Als wir zu fortgeschrittener Stunde auch mal einen Paso Doble tanzten hatten wir die Tanzfläche für uns und anschließend den Applaus besonders der spanischen Gäste.
Es war schon gegen 3 Uhr als wie das La Trompa verließen. Sabine und Monika wollten Peter und Martin zum Hafen begleiten. Sie verabschiedeten sich von uns und verschwanden. Juttas Hotel war leider nicht in meiner Richtung und so war ich in einer Zwickmühle. Daher nahm ich Jutta in den Arm, drückte sie an mich und gab ihr einen Kuß. Dann flüsterte ich ihr ins Ohr, daß ich sie nicht drängen wollte und lieber in mein Bett gehen würde, außerdem müßten wir ja am Morgen sehr früh raus. Ich gab ihr noch einen Kuß, drehte mich um und ging in Richtung auf mein Hotel davon.
Als ich an der letzten Kreuzung vor meinem Hotel um die Ecke biegen wollte, kam aus der anderen Straße Jutta hervor. Als ich verwundert nachfragte was sie denn hier wolle, antwortete sie mir, daß ich nicht so dumm fragen solle, ich solle ihr lieber sagen ob man unbemerkt auf mein Zimmer kommen könne, sie wolle diese Nacht nicht allein verbringen. Dabei sah sie mich so verliebt an, daß ich sie sofort in den Arm nahm und sie küßte.
Die Rezeption wird zwar nachts von einem Wächter bewacht, doch liest der immer in einer Zeitung oder einem Roman und kümmert sich kaum darum wer in das Hotel kommt. Wie könnte er auch alle Gesichter erkennen? Ich nahm Jutta also einfach an die Hand, ging an die Rezeption, nahm meinen Schlüssel von der Theke und wünschte dem Mann eine gute Nacht. Dann stiegen wir die Treppe zu meinem Zimmer hoch.